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Datenbank aufräumen mit Plugins

Aufräumen, ausmisten, entrümpeln – ist gerne mal anstrengend und kann nicht unbedingt Spaß machen. Wer mag, kann sich von Marie Kondos Input berieseln lassen, egal ob mit ihren Büchern oder ihrer Netflix-Serie. Maries wichtigstes Mantra ist „Does it spark joy?“, zu deutsch „Bereitet es Freunde?“ Was beim Kleiderschrank und anderen physischen Gegenständen funktioniert, klappt nicht unbedingt bei einer WordPress-Website.

In der Regel sollte auch die eigene Website Freude bereiten, ob sie das nun tut oder nicht, wäre ein Thema für einen eigenen Artikel. 🙃 Ich will mich in diesem Beitrag einmal mit dem Aufräumen in WordPress beschäftigten, insbesondere mit der Datenbank. Die kann nämlich mit der Zeit auch ziemlich voll werden, ohne das man es großartig mitbekommt. Da hilft dann Aufräumen – allerdings muss man wissen, was man da tut. Sonst ist die eigene Seite schneller kaputt, als einem lieb ist.

Daher sollte sich ein Otto-Normal-User besser nicht per PHPMyAdmin in die WordPress-Datenbank begeben. Etwas sicherer sind da „Datenbank-Aufräum-Plugins“, auch wenn hier natürlich auch was schief gehen kann, wenn man sich verklickt. In diesem Beitrag stelle ich zwei Plugins vor, mit denen die wichtigsten Rumpelecken einer WordPress-Datenbank bereinigt werden können.

Bevor du irgendetwas tust: Backup machen!

Auch wenn es jedem vermutlich schon aus den Ohren raushängt: Macht. Ein. Backup. Gerade bei Datenbank-Änderungen, die etwas Löschen, gibt es dann kein zurück mehr. Außer mit dem Backup.

Plugin Nr. 1: WP-Sweep

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WP-Sweep bietet unter Werkzeuge -> WP-Sweep eine One-Pager-Oberfläche an, die das Plugin sehr übersichtlich macht. Das Plugin ist komplett auf deutsch übersetzt. Der erste Eyecatcher ist der Hinweis, ein Backup zu machen, bevor irgendwo auf „Bereinigen“ geklickt wird.

Screenshot der WP-Sweep Oberfläche. Angezeigt werden die Optionen für Beitragsbereinigung und Kommentarbereinigung.
WP-Sweep stellt alles übersichtlich in Tabellen dar.

Die zu bereinigenden Daten werden in passenden Gruppen zusammengefasst:

  • Beitragsbereinigung (Revisionen, Entwürfe, Metadaten, etc.)
  • Kommentarbereinigung (nicht genehmigt, Spam, gelöscht, etc.)
  • Benutzerbereinigung (Nur Metadaten)
  • Begriffsbereinigung (Terme, Metdaten, Bezugsdaten)
  • Optionsbereinigung (Transients)
  • Tabellenbereinigung (nur Tabellen optimieren)

Wo es was zu tun gibt, werden Buttons angezeigt, sonst nicht. Ganz unten befindet sich ein Button um alles zu bereinigen – ich denke aber, die selektive Wahl was weg kann ist der bessere Weg.

Bei Klick auf den Button „Details“ werden unterhalb des Titels bis zu 500 dazugehörige Einträge angezeigt.

Für den ersten Einstieg ins „Aufräumen der WordPress-Datenbank“ ist das Plugin eine angenehme Option.

Plugin Nr. 2: Advanced Database Cleaner

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Das Plugin „Advanced Database Cleaner“ ist eher eine Variante für Fortgeschrittene. Als Freemium-Plugin macht es neugierig auf mehr Funktionen in der bezahlten Version, lässt sich aber erstmal prima in der kostenlosen Variante nutzen. Das Plugin ist nur teilweise auf deutsch übersetzt.

Die Startseite des Plugin „Advanced Database Cleaner“.

Im Prinzip funktioniert es ähnlich zu WP-Sweep, allerdings mit einigen fortgeschrittenen Features. So lässt sich beispielsweise festlegen, welche Daten erstmal noch behalten werden sollen. Unter „Keep last“ kann z. B. bei den Revisionen 30 Tage eingegeben werden. Das Plugin löscht dann alle Revsionen, die älter sind als 30 Tage. Alle jüngeren werden nicht angefasst. Diese Option lässt sich bei einigen Daten einstellen.

Ebenso lassen sich Cronjobs einstellen, die regelmäßig Daten löschen können. Das ist ganz praktisch für Spam-Kommentare oder ähnliches, was definitv nicht gebraucht wird. Bei den meisten Daten würde ich persönlich eine manuelle Löschung vorziehen.

Die Reiter Tabellen, Optionen und Cronjobs sind dann eher was für Fortgeschrittene: bei allen gibt es die Option zum Löschen von Einträgen. Bei den Tabellen können diese auch „nur“ geleert werden. Alles ist in jedem Fall fatal, wenn die falschen Daten ausgewählt werden.

Einige interessante Features befinden sich hinter der Premium-Schranke. Ich habe erst einmal nur die kostenlose Version getestet, die Premium-Funktionen habe ich bisher noch nicht benötigt.

Eine Sache, die mir an „Advanced Database Cleaner“ echt gut gefällt ist die Funktion, wo der Link zum Plugin angezeigt werden soll. Entweder auf der obersten Ebene oder unterhalb von Werkzeuge.

Standardmäßig sind beim Plugin beide Optionen aktiviert. Für ein aufgeräumteres Admin-Menü einfach die obere Einstellung deaktiveren. Dann gibt es das Plugin nur noch unter Werkzeuge. Das wäre doch ein Traum, wenn das alle Plugins könnten.

3 Antworten auf „Datenbank aufräumen mit Plugins“

Hi Jessica,

danke für den Artikel! »Advanced Database Cleaner« werde ich mir mal genauer anschauen, so Sachen wie ältere Revisionen automatisch löschen klingt sehr praktisch.

Viele Grüße
Florian

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